Trockeneispellets
Benötigte Kilogramm ergeben sich aus dem realen Gerätedurchsatz, der aktiven Strahlzeit und einer Reserve für Sublimation bis zum Einsatz.
Die Kosten beim Trockeneisstrahlen bestehen nicht nur aus dem Preis der Pellets. Entscheidend sind vor allem Strahldauer, Verbrauch des Geräts, Druckluft, Arbeitszeit, Vorbereitung und die Art der Verschmutzung. Dieser Ratgeber zeigt, wie du eine belastbare Kalkulation statt eines pauschalen Kilopreises aufbaust.
Eine seriöse Antwort entsteht erst aus Aufgabe und Prozess. Für eine Eigenanwendung werden Pellets, Druckluft, Gerät, Personal und Rüstzeit kalkuliert. Bei einem Dienstleister kommen Anfahrt, Mindestaufwand und gegebenenfalls Dokumentation hinzu. Der reine Trockeneispreis ist deshalb nur ein Teil der Gesamtkosten.
Gesamtkosten = Pellets + Druckluft + Gerät + Arbeitszeit + Rüstzeit + NacharbeitDie gelöste Verschmutzung bleibt bestehen und muss je nach Art abgesaugt, aufgenommen oder fachgerecht entsorgt werden.
Die Kostenstruktur unterscheidet sich je nachdem, ob du selbst strahlst, ein Gerät mietest oder einen Fachbetrieb beauftragst. Die folgenden Positionen sollten in jeder Kalkulation geprüft werden.
Benötigte Kilogramm ergeben sich aus dem realen Gerätedurchsatz, der aktiven Strahlzeit und einer Reserve für Sublimation bis zum Einsatz.
Kompressorleistung, Luftmenge, Betriebsdauer und Aufbereitung können den Aufwand stärker beeinflussen als erwartet. Maßgeblich sind die Gerätedaten.
Kauf, Miete oder Dienstleistereinsatz unterscheiden sich stark. Düse, Schlauchlänge, Scrambler und Absaugung können zusätzlich erforderlich sein.
Abdecken, Absichern, Probestrahlen, Reinigen, Kontrollieren und Dokumentieren gehören zur Einsatzzeit – nicht nur die Minuten mit betätigter Pistole.
Bei mobilen Einsätzen zählen Transport von Gerät und Kompressor sowie die zeitlich passende Bereitstellung frischer Pellets.
Das Trockeneis selbst sublimiert. Öl, Farbe, Ruß oder Produktionsreste verschwinden jedoch nicht und müssen je nach Beschaffenheit aufgenommen werden.
Der Pelletbedarf bildet die wichtigste variable Position. Verwende dafür keine pauschale Branchenzahl, sondern die Einstellung deines Geräts und eine realistische aktive Strahlzeit.
Den eingestellten oder im Datenblatt angegebenen Verbrauch in Kilogramm pro Stunde erfassen.
Nur die tatsächliche Strahlzeit ansetzen und Unterbrechungen separat als Arbeitszeit kalkulieren.
Gerätedurchsatz mit aktiver Strahlzeit multiplizieren. Mehrere Einsätze einzeln bewerten.
Lieferzeitpunkt, Lagerdauer, Außentemperatur und Handhabung bis zum Einsatz berücksichtigen.
kg/h × aktive Strahlstunden + Sublimationsreserve = BestellbedarfBeispiel: Bei 18 kg/h und 2 Stunden aktiver Strahlzeit beträgt der rechnerische Grundbedarf 36 kg. Erst danach wird die zeitabhängige Reserve ergänzt.
| Einflussfaktor | Typische Auswirkung | So wird sauber geplant |
|---|---|---|
| Art der Verschmutzung | Lose Ablagerungen lassen sich anders bearbeiten als eingebrannte, zähe oder mehrschichtige Rückstände. | Testfläche anlegen und Reinigungsziel eindeutig definieren. |
| Fläche und Geometrie | Kanten, Kavitäten und enge Zwischenräume erhöhen Bewegungs- und Rüstaufwand. | Fläche nicht nur in Quadratmetern, sondern nach Zugänglichkeit bewerten. |
| Untergrund | Empfindliche oder beschichtete Oberflächen erfordern vorsichtigere Parameter. | Druck, Abstand, Düse und Pelletaufbereitung über Probefläche abstimmen. |
| Gerät und Düse | Mehr Pelletdurchsatz bedeutet nicht automatisch kürzere Gesamtdauer. | Reinigungswirkung pro Kilogramm und pro Minute gemeinsam betrachten. |
| Druckluftversorgung | Zu wenig Luftmenge begrenzt die tatsächliche Leistung. | Kompressor und Leitungsquerschnitt zum Gerät passend auslegen. |
| Vorbereitung | Freigaben, Abdeckungen und Absaugung können den Einsatz dominieren. | Rüstzeit als eigene Kostenposition erfassen. |
Entscheidend ist die Gesamteffizienz. Ein höherer Durchsatz kann sinnvoll sein, wenn die Strahldauer deutlich sinkt – oder unwirtschaftlich, wenn unnötig Pellets verbraucht werden. Deshalb sollten Kosten immer auf das erreichte Ergebnis bezogen werden.
Nur bei sehr gut standardisierten Flächen. Verschmutzung, Geometrie, Zugänglichkeit und Reinigungsziel können den Zeitbedarf stärker verändern als die reine Fläche.
Multipliziere den geplanten Verbrauch in kg/h mit der aktiven Strahlzeit. Ergänze anschließend eine realistische Reserve für den Zeitraum zwischen Lieferung und Einsatz.
Das hängt von Häufigkeit, eigener Druckluft, Personal, Rüstaufwand und Prozesswissen ab. Für einmalige oder unklare Anwendungen ist ein Test durch einen Fachbetrieb oft die belastbarere Entscheidungsgrundlage.
Druckluft, Rüstzeit, Anfahrt, Absaugung, Nachkontrolle und die Entsorgung der gelösten Verunreinigungen werden in einfachen Vergleichen häufig nicht vollständig berücksichtigt.
CARBO unterstützt bei Pelletversorgung, Liefertermin, Verbrauchsplanung und der Einordnung geeigneter Strahltechnik für wiederkehrende oder größere Bedarfe.
Nutze die Trockeneisstrahlen-Anwendung für eine erste Mengenplanung oder stimme wiederkehrende B2B-Bedarfe direkt mit CARBO ab.