Ratgeber / Kühlung & Versand
Mengenplanung im Versand

Wie viel Trockeneis für 24, 48 oder 72 Stunden Versand?

Die Versanddauer ist ein wichtiger Faktor – aber nicht der einzige. Boxvolumen, Dämmung, Produktzustand, Außentemperatur und Reserve entscheiden mit darüber, wie viel Trockeneis eine Sendung tatsächlich benötigt.

Der CARBO Bestellpilot kombiniert Laufzeit und Verpackungsfaktoren für eine realistischere Mengenabschätzung.
Kann man den Bedarf nur aus 24, 48 oder 72 Stunden ableiten?

Nein. Eine längere Laufzeit erhöht den Bedarf, aber eine pauschale Kilogrammzahl wäre zu ungenau. Eine kleine, gut gefüllte Thermobox verhält sich anders als eine große Box mit viel Leerraum. Deshalb sollten Laufzeit, Verpackung, Außentemperatur und Produktmenge gemeinsam betrachtet werden.

Was sich mit der Versanddauer verändert

Die folgenden Zeitfenster sind typische Planungsgrößen – keine starren Verbrauchswerte.

24 Stunden

Kurze Express-Laufzeit

Bei kurzen Laufzeiten ist eine kompakte, gut gepackte Box besonders effizient. Trotzdem sollte ein realistischer Puffer eingeplant werden.

48 Stunden

Mehr Reserve erforderlich

Mit zusätzlicher Laufzeit steigt der Wärmeeintrag. Verpackungsqualität und Sommerbedingungen werden deutlich relevanter.

72 Stunden

Hohe Prozessanforderung

Lange Laufzeiten brauchen eine deutlich robustere Auslegung, genügend Trockeneisreserve und idealerweise ein erprobtes Versandprofil.

24, 48 und 72 Stunden im Vergleich

Die Tabelle zeigt, welche Faktoren mit zunehmender Laufzeit wichtiger werden.

Laufzeit Planungsfokus Besonders beachten
24 h Kompakte Verpackung und ausreichende Grundreserve Cut-off, Abholung, tatsächliche Zustellzeit
48 h Höhere Reserve und gutes Isolationsniveau Wochenende, Außentemperatur, freies Boxvolumen
72 h Validiertes Versandprofil und robuste Reserve Temperaturlogging, Verzögerungen, Carrier-Prozess

So kommst du zur passenden Menge

Statt pauschal zu verdoppeln, sollte der Bedarf aus dem tatsächlichen Versandprofil entstehen.

Laufzeit wählen

Reale Zeit von Verpackung bis Entnahme betrachten – nicht nur die Carrier-Laufzeit.

Box erfassen

Innenvolumen, Isolierung und freie Luft in der Verpackung berücksichtigen.

Produkt angeben

Menge und Ausgangszustand der Ware in die Planung einbeziehen.

Reserve ergänzen

Sommer, Verzögerungen und kritische Temperaturgrenzen mit Sicherheitszuschlag abdecken.

Bei wiederkehrenden Sendungen lohnt es sich, 24-, 48- und 72-Stunden-Profile getrennt zu dokumentieren. Das schafft reproduzierbare Mengen statt pauschaler Zuschläge.

Sicherheit & Prozessfreigabe

Wichtig vor der Anwendung

Trockeneis entwickelt CO₂-Gas und darf nicht gasdicht eingeschlossen werden. Für den Versand zusätzlich die jeweils aktuellen Anforderungen des verwendeten Carriers und Transportwegs prüfen.

Häufige Fragen

Brauche ich für 48 Stunden einfach doppelt so viel wie für 24 Stunden?

Nein. Sublimation verläuft nicht als einfache lineare Verdopplung. Verpackungsgröße, Füllgrad, Dämmung und Temperaturbedingungen beeinflussen den Verlauf.

Ist die Boxgröße wichtiger als das Produktgewicht?

Beides ist wichtig. Viel freies Volumen und eine große Oberfläche erhöhen typischerweise den Wärmeeintrag, während auch die Produktmasse und Ausgangstemperatur eine Rolle spielen.

Sollte ich im Sommer mehr Reserve einplanen?

In vielen Fällen ja, weil die Umgebungstemperatur und damit der Wärmeeintrag höher sein können. Der Bestellpilot berücksichtigt solche Rahmenbedingungen.

Laufzeit eingeben, Menge planen

Nutze den Bestellpiloten für eine konkrete Abschätzung statt einer pauschalen 24-/48-/72-Stunden-Faustformel.

Bestellpilot starten
Isolierte Versandboxen mit Trockeneis vor einem Lieferfahrzeug für Kühltransport und Expressversand.